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Die Sprechstunden von Frau Küsel finden montags und mittwochs von 17:30 - 18:30 Uhr im Gemeindebüro statt.

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Chronik

Im Gebiet der heutigen Gemeinde Urbar wurden bei Ausgrabungen Gegenstände gefunden, die darauf schließen lassen, dass es erste Bebauungen bereits zur Römerzeit gegeben haben könnte.

 

Vor allem nach Errichtung des Limes gab es einen nachgewiesenen Weg vom Castell Niederberg zum Castell Bendorf, der auch in der Nähe der heutigen Arenberger Straße und am Kloster Besselich entlang führte. Auch gibt es Hinweise in verschiedenen Veröffentlichungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die auf eine Bebauung im 5ten Jahrhundert nach Christus, somit zur Zeit der Franken hindeuten, und Urbar damit als Teil des mittelalterlichen Engersgau bezeichnen. Alles dies sind jedoch Vermutungen, die sich durch schriftliche Beweise bisher nicht verifizieren lassen.

 

Was wir jedoch sicher wissen: Urbar wurde mit der Bezeichnung "Overvare" erstmals im Jahre 1167 urkundlich erwähnt.

 

Eng verbunden war die Geschichte unseres Ortes immer mit dem Klostergut BESSELICH, das 1204 erstmals urkundliche Erwähnung fand, obwohl auch hier von einer wesentlich früheren Bebauung ausgegangen werden muss.

 

Gemeinde und Klostergut hatten gemeinsam eine wechselvolle Geschichte. Auch durch die Nähe zur Festung Ehrenbreitstein wurden der Ort und das Kloster mehrfach geplündert und zerstört und mussten wieder aufgebaut werden.

 

Landesherr in Urbar war bis in das Jahr 1803 der Kurfürst und Erzbischof von Trier. Nach Einzug der Franzosen kam Urbar 1803 zur Herrschaft des Fürstentums Nassau-Weilburg, das ab 1806 zum Herzogtum Nassau wurde.

 

Durch die Franzosen wurde auch Besselich als Kloster aufgelöst. Als nun "weltlicher Besitz" hatte es wechselnde Besitzer. Nachdem 1807 zunächst der Reichsgraf Friedrich Waldbott zu BASSENHEIM Herr auf Besselich wurde, ging der Besitz bereits 1808 an den französischen General Jacques Julien GUERIN über, der das Gut mit dem Abzug der Franzosen aber 1813 verließ. Besselich wurde über drei Jahre nicht bewirtschaftet und bekam erst 1816 mit dem Ehrenbreitsteiner Ingenieur Johann Jacob von KIRN einen neuen Besitzer. Er verhalf der Anlage zu neuem Glanz, verkaufte sie jedoch 1834 an Carl von Barton genannt von Stedman.

 

Die relativ kurze "nassauische" Phase Urbars endete ebenfalls mit der französischen Vertreibung und nach dem Wiener Kongress 1815 wurde Urbar ein Teil der Rheinprovinz Preußens und der Bürgermeisterei der Stadt Ehrenbreitstein zugeteilt.

 

Es folgten über 100 Jahre relativer Ruhe, ehe nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten eine erneute Verwaltungsreform anstand. Am 01.07.1937 wurde die Stadt Ehrenbreitstein aufgelöst und als Stadtteil der Stadt Koblenz zugerechnet. Urbar wurde jedoch kein Stadtteil, sondern dem Amt Vallendar-Land zugeschlagen. Noch einmal versuchten die Reformer 1970, Urbar in Koblenz einzugliedern. Was ihnen bei Arenberg, Arzheim und Immendorf gelang, schlug in Urbar durch hartnäckigen Widerstand der Bevölkerung fehl und so gehört unser Ort seit 1970 nun als eigenständige Gemeinde zur Verbandsgemeinde Vallendar.

 

Besselich blieb auch nach dem Niedergang des Adels nach dem 1. Weltkrieg im Besitz der Familie von Stedman und wurde weiter von dieser bewirtschaftet. Erst 1996 erfolgte ein Besitzerwechsel an die Familie ROMBELSHEIM, der zu einer völligen Veränderung führte. War Besselich vorher "weit weg" von Urbar, so sind der Besitz und die Gemeinde nun durch die Bebauung des sog. "Besselicher Feldes" verschmolzen.

 

Die Gemeinde hat eine entsprechende Entwicklung gemacht. Wurden 1815 nur 425 Einwohner gezählt, so waren es 1905 schon 1.086. Über 1.418 Einwohner in 1939 und 2.843 im Jahre 1970 zählte unsere Gemeinde am 31.12.2012 insgesamt 3.221 Bewohner.