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Geschichte der Tongrube Urbar

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Geschichte der Tongrube Urbar   -Klaus Sulzbacher-

 

Einleitung:

Ton entsteht im Tertiär, also vor 65 Millionen Jahren…

Zur Herstellung von Dachziegeln, Fliesen, Töpferwaren, feuerfesten Steinen…; heute auch in Katalysatoren und Bremsen…

Kannenbäckerland: 2,8 Mill. Tonnen Tonförderung heute

Die Weltproduktion liegt bei jährlich 2,9 Milliarden Tonnen. Zement ist der meist verwendete Werkstoff.

Urbar steht auf tönernen Füßen…

 

 

Mittelalter:                                                    

Funde (Tonfliesen) weisen darauf hin, dass seit dem Mittelalter nach Ton gegraben wurde;

Die Chronik des Ortes und eine Niederschrift im Konventbuch vom Kloster Besselich, welches von 1440 bis 1806 (366 Jahre lang) von Franziskanerinnen bewohnt wurde, sprechen davon, dass im Jahre 1624 die Oberin Fiegen Emmerich Tonfelder an einen Ziegelbäcker verkauft hat.

 

16.3.1720:                                               Peter Rößler aus Niederberg beantragt die Erlaubnis zum Abbau und der Ausfuhr von Tonerde. Er will eine Pacht von 2 Reichstalern pro Jahr zahlen und für jede Karre geförderten Ton 2 Albus abführen. Für 3 Reichstaler bekam er die Erlaubnis.     1 RT (Silbermünze) hatte zu der Zt. eine Kaufkraft von etwa 22 €. Der Albus war der sog Weißpfennig oder Groschen. Ein Schulmeister verdiente damals ca. 30 Taler im Jahr.

 

1750:                                                      Simon Holler aus Vallendar übernimmt die Grube. Er erhält die Pacht und Ausfuhrerlaubnis für 700 Reichstaler pro Jahr. Den Ton liefert er überwiegend nach Köln und Holland.

Pfeifenton: weißer, eisenfreier Ton zur Herstellung von Steinzeug, Pfeifen und Herstellung von Farben. Pfeifen -zu sehen im Keramikmuseum Höhr-Grenzhausen. Später Herstellung aus Meerschaum, Glas und Holz.

 

Dezember 1777                                 Georg Wingender erhält die Erlaubnis zum Tonabbau. Pacht 3 Reichstaler. Wingender war Krugbäcker der „Cameral-Fabrique“ in Ehrenbreitstein. Diese stellte etwa 100.000 Wasserkrüge pro Jahr her und brauchte jede Menge Ton.  Praktisch.  Kurze Lieferwege.

 

Bis ins 17. Jhdt. dienten Krüge aus Steinzeug als Behälter für Mineralwasser… Selters -Bembel-

 

Ende des 18. Jahrhunderts bis 1815:                      

Die Kölner Handelsfamilie Fürth pachtet die Tongrube Urbar. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts belieferte sie auch, neben anderen Kunden, die „Cameral-Fabrique“, bis diese nach Wirges umzog. Mitglieder der Familie Fürth kauften auch Ton von Urbarer Bürgern auf, die ihre kleinen Grundstücke selbst ausbeuteten.

 

Ab Ende 1815 bis 1859:                                                               

Die Familie Albert aus Vallendar wird Pächter. Die Familie betreibt sowohl die Tonausbeute als auch den Versand - was im Laufe der Jahre auch öfter getrennt war.

 

Ab 1827:

Zusammenarbeit mit Familie Tillmann bis Anfang der 40er Jahre. Nach Streitigkeiten wurde Familie Capitain aus Vallendar mit ins Boot genommen.

 

2.

1860 bis 1916:

Familie Peter Capitain übernimmt die Grube und betreibt sie unter wechselnder Beteiligung einzelner Familienmitglieder allein. Sie kauften in der Zeit auch viele kleine Grundstücke von Einwohnern auf, die selbst nach Ton gruben. So hatte z.B. die Familie Moskopp von 1860 -1883 auf ihren Grundstücken nach Ton gegraben und diesen selbst vermarktet. Als die Konkurrenz zu groß wurde, heiratete Hubert Capitain die Johanna Moskopp, so dass alles in der Familie blieb. Erfolgreiche Heiratspolitik wie die  Habsburger sie schon 400 Jahre zuvor betrieben haben:  „Bella garant alit, tu felix Austria nube“.

Transport- und Verladestationen wurden bereits im Jahre

1884 gebaut.

  • In die Ära des Hubert Capitain fiel auch der schwerste und folgenreichste Erdrutsch der Grubengeschichte. In der Nacht vom 1. auf den 2.12.1900 kamen die Abraummassen, die man seit dem Sommer auch im „Katzenloch“ gelagert hatte, in Bewegung und glitten den Hang hinunter bis auf die Provinzialstraße (jetzt B-42) und die Bahngleise und verhinderten jeden weiteren Verkehr.

 

Die Coblenzer Lokalzeitung berichtete am 20.12.1900 u.a.: "durchtränkte Tonerde, Sand und Geröll lagen über mannshoch 2 bis 2 ½ m in einer Länge von 120m auf der Fahrbahn. Verkehr und Züge wurden auf die andere Rheinseite umgeleitet. 120 Pioniere und 130 Zivilarbeiter wurden eingesetzt. Menschen kamen nicht zu Schaden".

 

Allein das Freilegen der Bahngleise beanspruchte seinerzeit 12 Tage. Die Aufräumarbeiten insgesamt dauerten zwei volle Monate. Dabei rutschten am 28.12.1900 auch noch Erdmassen nach. Die Arbeiten sollen insgesamt ca. 7.000 Reichsmark (5.100 für die Straße) gekostet haben.

Um eine Vorstellung zu bekommen, wie viel Geld das war, sollte man wissen, dass um 1900 der Durchschnittslohn eines Arbeiters bei 62 Reichsmark, der Jahreslohn mithin an die 744 RM betrug.

 

Natürlich wollte der Provinzialverband der Rheinprovinz das Geld von dem Kaufmann und Tongrubenbesitzer Hubert Capitain und dem Unternehmer Heinrich Wissing, dem die Tongewinnung von Capitain zu dieser Zeit durch mündlichen Vertrag übertragen worden war, zurückhaben und erhoben gegen sie, als Gesamtschuldner, Klage.

Die 2. Civilkammer des Königlichen Landgerichts in Neuwied –O.24/01.- wies die Klage am 25.Mai 1902 ab.   Gründe kurz…§ 823 BGB/ 249ff BGB/276 BGB… erforderliche Sorgfalt nicht außer Acht gelassen.

 

Dagegen erfolglos Berufung beim 3. Zivilsenat des Königlich Preußischen Oberlandesgerichts zu Frankfurt.

Am 12.Juli 1906 wies der 6. Zivilsenat des Reichsgerichts die dagegen vom Kläger eingelegte Revision zurück. (GoA vom Berufungsgericht nicht berücksichtigt/ 1004 BGB nicht berücksichtigt).

 

Wegen der durch das tiefe Graben nach Ton in sog. Reifenschächten entstandenen bedrohliche Risse in der Erde und der durch Untergraben hervorgerufenen Einsturzgefahr einiger Flächen verfügten die zuständigen Behörden mehrfach die vollkommene Einstellung von Arbeiten.

 

3.

Nach § 8 Nr. 2 der Polizeiverordnung vom 12.10.1901 mussten Grubenbesitzer Vorkehrungen treffen, entstehende Gefahren abzuwenden.

 

Als 1909 mal wieder wegen Nichtbeachtung der auferlegten ordnungsgemäßen Einfassung einer Quelle und verschiedener Wasseradern die Arbeiten mal wieder stillgelegt wurden, entließ Capitain kurzerhand die 70 – 80 zu dieser Zeit in der Grube beschäftigten Arbeiter. Die der Armenkasse zur Last fallenden Arbeitslosen protestierten, stellten ein Gesuch an die Rheinprovinz (unterschrieben von Krämer, Wirz, Klein, Nußbaum, Wirges, Colligs, Ufer, Heckmann und Schwickerath) und baten darum, sie nicht zur Winterzeit brotlos zu lassen und für ihre Wiedereinstellung zu sorgen.

 

Rechtsstreitigkeiten gab es immer wieder: Einmal betrafen sie die Schäden und Verschmutzungen, die Pferdefuhrwerke beim Abtransport des Tons durch das Monzental (Monzentalerweg), das Neusträßchen und die Borngasse (Burgass) auf den Gemeindewegen verursachten. Durch die

Burgasse wurden täglich hunderte Zentner Tonerde abgefahren. Mit Beschluss vom 30.10.1894

wurde Capitain auferlegt, die Burgasse neu zu pflastern.

Bekanntgeworden ist auch ein Rechtsstreit der Witwe Johann Flügel, an deren Haus Risse entstanden waren.

Die häufigen Beschwerden und Einstellungsverfügungen führten dazu, dass man nach und nach vom Schachtbau abkam und zum Tagebau überging. Dabei trug man die den Ton überlagernden Schichten aus Löss, Lehm, Schotter und Bims Sand ab und lagerte sie auf Halden. Durch die Abraumablagerungen kam es außer 1900, auch 1904, 1906, 1908, 1909, 1926 und 1929 zu weiteren Erdrutschen.

 

1916 bis Kriegsende:

Die Kettiger Tonwerke Schaaf & Cie. kauften die Grube von Peter Capitain und betrieben sie bis nach dem Krieg. 1921 wurde eine Drahtseilbahn von der Grube bis zum Rhein gebaut. Danach konnten die geförderten Tonerden mit den Loren bis zum Rhein gebracht und dort auf Schiffe und Wagen verladen werden. Den Hang herunter, in unmittelbarer Nähe der Seilbahn wurden großvolumige Rohre verlegt, durch die der in oben errichteten Tonschlammsilos gesammelte Schlamm direkt auf das Schlammschiff geleitet werden konnte. Die geförderten Tonerden, Löss und Schlamm wurden ab dem Jahre 1930 überwiegend nach Neuwied an das Dyckerhoffer Zementwerk geliefert.

>Während der NS-Zeit wurde die Tongrube Urbar als „kriegswichtiger Betrieb“ mit Sonderstatus eingestuft. Neben der Stammbelegschaft arbeiteten von 1940 bis 1945 zehn französische und 40 russische Kriegsgefangene in der Grube.<

In der Zeit von 1935 bis 1944 wurden durchschnittlich 13.000 t Ton pro Jahr ausgeliefert. Von 1947 bis 1953 betrug der Durchschnittsversand 5.500 t , mit einer Spitze von 9.500 t 1951. Diese Mengen wurden mit einer Belegschaft zwischen 30 und 90 Arbeitern gefördert und versandt.

Zur Herstellung von Zement nutzte Dyckerhoff Kalkstein und Ton. Die Rohstoffe wurden zu Rohmehl gemahlen und bei 1.500 ° erhitzt, bis sie verschmolzen (sintern) und Zementklinker (Brocken) entstand. Zugesetzt wurden dann Hüttensand, Flugasche, Kalkstein und Gips und alles erneut gemahlen = Zement.

 

 

1946

 

Die Dyckerhoff-Portland Zementwerke AG in Wiesbaden erwarben die Tongrube zur Rohstoffversorgung des Neuwieder Werks. Vater ist Direktor bei Dyckerhoff und hat u.a. die Urbarer Tongrube zu betreuen. Meister vor Ort ist Herr Heckmann (am alten Sportplatz gewohnt).

 

 

Zeitzeuge:

Der heute 88 Jahre alte Karl Strauß erinnert sich am 23.9.2016:

„Ich habe nach dem Krieg 13 Jahre in der Tongrube gearbeitet. Wir nannten sie nur die Erdkaul. In der Grube war wertvoller Ton. Der weiße Ton lag meist in den oberen Schichten. Der braune Ton lag tiefer. Zu meiner Zeit waren 35 Leute, die meisten aus Urbar, in der Grube beschäftigt. Außerdem waren 30 Kriegsgefangene (meist Franzosen und Russen), die in einer Holzbaracke untergebracht waren, als Zwangsarbeiter eingesetzt. -Von einigen wurden sie nicht gut behandelt.- In der Woche waren mindestens 50 Stunden zu arbeiten. Die Tagesschicht begann um 7:00 Uhr. Im Winter manchmal etwas später. Wenn die Schiffe „Käthe Fritz" und "Ringit" kamen mussten wir Überstunden machen. Da die Schiffe innerhalb von 4 Tagen beladen werden mussten, wurde auch Sonntags und nachts gearbeitet. Die Käthe Fritz nahm jeweils 400 – 600 t Ton mit. Die weiße Erde (Pfeifenton) wurde nach Lübeck gebracht. Ton wurde auch an die Steuler Keramik in Höhr-Grenzhausen verladen.

Ich war lange in der Sprengkolonne eingesetzt. In den Sprengkolonnen mussten wir 16 t fördern und dann in die Loren verladen. Die vollen Loren, in die bis zu 2 t Ton gingen, wurden über die Gleise zu 3 Bremsbergen gezogen. Von dort aus wurden sie zur Seilbahnstation gefahren und hier von 8 Leuten, die ständig dort arbeiteten in die Wagen der Seilbahn umgeladen Dann ging der Ton zu den Schiffen. Die Arbeit beim Sprengen war gefährlich. Es wurden zwar immer Warnsignale vor einer Sprengung abgegeben, aber manchmal war man nicht schnell genug weg. Bei einer Sprengung waren die Dynamit-Stangen so angebracht worden, dass sie einen großen Tonbrocken lösten. Der traf direkt den Sprengmeister Heinrich Sell aus Simmern der tot liegen blieb. Ich stand damals direkt neben ihm. Es hätte auch mich treffen können. Während meiner Zeit kam auch Peter Schall aus Urbar zu Tode. Der war zwischen zwei Baggerschienen geraten.

Wir haben auch die Stollen, die in den Berg getrieben wurden, selbst ausgehoben. Die wurden mit Holzstämmen abgestützt. Manchmal brachen die Hölzer jedoch ein, so dass man verschüttet werden konnte. Natürlich wurde nicht alles mit der Hand gemacht. Es wurden auch Bagger eingesetzt. Die UK-Bagger waren nicht besonders gut. Die Löffelbagger, die auf der ersten und zweiten Etage standen, waren besser.

Wir hatten auch eine eigene Schmiede. Dort waren 3 Schlosser tätig. Die Schlosser haben selbst Hacken und Hauen (Hospel) hergestellt, da immer etwas kaputt ging. In den Schuppen, wo die Dieselloks untergebracht waren, arbeiteten auch einige Leute.

Die Arbeitsstunde wurde mit 55 Pfennigen entlohnt. Die Überstunden wurden oft nicht mit Geld bezahlt. Man bekam nur einige Brötchen oder durfte Obst (Zwetschgen, Äpfel) von betriebseigenen Grundstücken pflücken und mit nach Hause nehmen. Am Eingang zur Grube gab es, neben der Schmiede, einen Aufenthaltsraum. In den Spinden konnten wir unsere Kleider unterbringen Dort konnte man auch das mitgebrachte Essen zu sich nehmen. Später hat Frau Neuneier, die die Gärtnerei, neben Wirz in der Kirchstraße, betrieb und gegenüber in der Villa (später Kinderheim) wohnte, für uns Arbeiter gekocht. Es war eine arme Zeit. Die meisten betrieben nebenher noch etwas Landwirtschaft um über die Runden zu kommen. Teils hatten die Männer ja 8 oder 9 Kinder zu versorgen.

Es war harte Arbeit und eine arme Zeit, aber es  war insgesamt eine schöne Zeit auf der Grube. Als ich nach Schließung bei der Firma Dyckerhoff in Neuwied weiterbeschäftigt wurde, hat mir das nicht gefallen. Ich habe gekündigt und bin zur Standportverwaltung in die Fritsch Kaserne, wo ich 28 Jahre lang noch gearbeitet habe.“

 

Der durchschnittliche Monatslohn eines Arbeiters im Jahre 1950 betrug 243 DM brutto. Davon waren 11 DM Lohnsteuer und 19 DM Sozialabgaben abzuführen so dass 213 Mark blieben. Für 1 Pfd. Kartoffel musste er 24 Pfge., für 1 Brot 46 Pfge .für 1 Ei 22 Pfge. , für Butter 5.53 DM und für 1 Bier 65 Pfge. zahlen.…….

 

Hymne der Arbeiter Anfang der 50er Jahre:

Nichts auf der Welt war so schön wie die Erdkaul,

wo ich als Sklave eine neue Heimat fand.

Schwer war die Arbeit, und schwer war´n die Ketten,

Jahre um Jahre in der Sonne heißem Brand.

 

 

1954

Dyckerhoff schließt die Grube aus technischen Gründen. Im Produktionsverfahren für den Zement wurde der Ton durch Schiefer ersetzt. Von den im Jahre 1948 beschäftigten Arbeiter waren noch 35 übrig, die alle in das Neuwieder Werk übernommen wurden. Zu der Zeit waren noch 5 Bagger, 2 Stechmaschinen, 6 Dieselloks und 50 Kipploren da, die - soweit möglich - verkauft wurden.

 

Exkurs:

In den folgenden Jahren entwickelte sich die stillgelegte Grube zu einer Art Urlandschaft, einem wunderbaren Biotop mit einer üppigen Pflanzen und Tierwelt.

 

1958

erwarb die Stadt Koblenz das Tongrubengelände und errichtete, mit Erlaubnis der Bezirksregierung, eine Mülldeponie. Mit riesigen Klärschlammmengen, umweltschädlichem  und umweltgefährdendem Abfall aller Art, wurde das Biotop rücksichtslos vernichtet. Die durch Umweltgesetze (§ 326 ff StGB u.a.) rechtlich geschützten Belange Urbarer Einwohner wurden mit Füßen getreten. Erst auf vielfache Beschwerden wurde die Hausmülldeponie 1984 stillgelegt.

Danach errichtete die Stadt Koblenz eine Kompostierungsanlage, die ebenfalls weitgehend umweltschädlich, und damit rechtswidrig, betrieben wird.

Nach Angaben des zuständigen Amtsleiters (Mannheim i.d. RZ) dringen heute noch 40 Kubikmeter Faulgase täglich in die Luft.  Auch diese beeinträchtigen die Gesundheit und das Leben Urbarer Bürger.

 

Verstoß gegen 5.4.8.5 Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft;

Verstoß gegen § 3 Bundesimmissionsschutzgesetz (BIMSchG). Schädliche Umwelteinwirkungen auf Luft, Wasser und Boden, die nach Art , Ausmaß oder Dauer geeignet sind, Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft herbeizuführen, haben zu unterbleiben.

Dies gilt auch für sog. Altanlagen mit „Bestandsgarantie“.

 

Wer bei heutiger Gesetzeslage die Erlaubnis zum Betreiben einer Tongrube einholt, muss aus Landschaftsschutzgründen bereits im Genehmigungsverfahren genau darlegen, welche Rekultivierungs- und Renaturierungsmaßnahmen er im Falle einer späteren Stilllegung durchführt.

 

 

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